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Beamer Shopping Guide 2014

Worauf kommt es beim Beamerkauf an? Wir helfen Ihnen mit diesem Shoppingguide weiter

 

Standort des Projektorsimage002 - Beamer Shopping Guide 2014

Zu Anfang sollte der geplante Beamer-Raum vermessen werden, um zu entscheiden, wo der Standort des Beamers sein wird. Es sollte bedacht werden, dass der Abstand zur Leinwand genau wie die Leinwandgröße vom Zoom-Objektiv des Projektors sein sollte. Informationen sind in Abstandstabellen, Bedienungsanleitungen oder auch in Produkt-Flyern zu finden.

Außerdem ist zu beachten, dass der Lens-Shift, der das horizontale und/oder vertikale verschieben des Bildes ermöglicht,. ebenso von großer Wichtigkeit ist. Die Distanzen des Verschiebens sind von den einzelnen Geräten abhängig. Die Lens-Shift Funktion ist meist nur in teuren DLP Projektoren aufzufinden. Doch bei LCD-Geräten findet man die Funktion schon in den normalen Projektoren.

Durch laute Lüfter kann der Film spaß mit dem Beamer schnell zerstört werden. Hier ist also der Aufstellungsort gefragt, um die Art des Geräuschs ( hohes Pfeifen oder gleichmäßiges Rauschen) sowie die Leistung des Lichts und die Größe um eine wahrnehmbare Lärmkulisse im Gleichgewicht zu halten. Es ist zu sagen: Je kleiner das Gehäuse und je stärker die Lampe, umso lauter blasen die Lüfter. Es sollte auch überlegt werden, ob der Projektor in einem Regal oder ähnlichem aufgestellt wird, denn die Lüftungsschächte ( vorne, hinten oder seitlich des Beamers ) sollten nicht blockiert sein. Ansonsten könnte der Beamer überhitzen.

Das Aussehen und das Gewicht ist ebenso wichtig beim Kauf des Beamers. Es ist daher zu beachten, dass nicht jedes Modell in allen Farben zur Verfügung steht.

 

Größe der Leinwand

Zuerst ist zu beachten: Je größer die Leinwand, desto weiter muss der Beamer von der Leinwand stehen. Es sollte also zuerst der Standort der Leinwand sowie die Größe und der eigene Sitzplatz bestimmt werden, bevor der angemessene Beamer und der dazu passende Zoom-Objektiv angeschafft wird. Wenn es das Cinema-Scope ( 21:9 ) sein soll, sind Beamer mit der Funktion Lens-Memory zu empfehlen. Die Optionen Objektiv-Einstellungen wie Zoom, Lens-Shift und Fokus  können im Lens-Memory gespeichert werden und sofort aufgerufen werden.

Spezielle Bildmodi für anamorphe Vorsatzlinsen sind in einigen Projektoren vertreten. Die Linsen machen bei großen Leinwänden wie bei Cinemascope-Leinwänden Sinn. Die Helligkeit der projizierten Bilder werden von der Größe der Leinwand und dem dazu gehörigen Gain-Faktor bestimmt. Es ist also zu sagen: Je Größer der Screen und der daher geringere Gain, desto dunkler wird das Bild erscheinen. Für kommerzielle Kinos empfiehlt Die THX-Norm 16 Foot-Lambert Helligkeit. In unseren Projektoren-Tests ist nachzulesen, welcher Beamer für welche Bilddiagonale ausgelegt ist.

Die Grundregel lautet: Je heller das Bild, umso universeller einsetzbar ist der Projektor.

 

Dunkelheit oder Helligkeit des Raumes

Der Kontrast und die Helligkeit der Bilder hängen immer von der Helligkeit des angestrebten Kinoraums ab. Auf die Projektionsfläche werden helle oder weiße Wände zurück reflektiert, sodass automatisch die Farbe schwarz und der Kontrast darunter leiden. Durch direkte oder indirekte Sonneneinstrahlung wird der Bildkontrast drastisch verringert. Man sollte also die Sonneneinstrahlung meiden. In der Regel wird die Bildhelligkeit durch den Gain-Faktor der Leinwand, deren Größe und die Lumen des Projektors bestimmt. Für ein Bild in einem dunklen Raum von etwa 2,7 m Breite wird ein Gainfaktor von 1,0 ( ca. 710 Lumen ) benötigt.

Wer auf kalibrierte Farben beim Beamer wert legt, kann nach Lumen-Angaben der Hersteller 50 Prozent abziehen.

 

Sitzentfernung vom Bild

Den Schärfeeindruck des Bild wird bestimmt durch die Auflösung des Bildes und des Beamers, ebenso wie der Sitzabstand zur Leinwand und deren Größe. Der neue Projektor sollte auf jeden Fall Full-HD-Auflösung haben. Die Füllrate ist wichtiger Bestandteil für die Projektionstechnik, besser bekannt als der „ Fliegengitter“- Effekt. Es sind damit die Fläche der schwarzen Stege zwischen den Pixeln gemeint. Je kleiner die Stege, desto voller die Füllrate des tatsächlichen und natürlichen Bildes.

Ein größerer Sitzabstand wird von LCD Beamern mit einer Füllrate von 60 Prozent erfordert, um die Pixelstruktur für das einfache menschliche Auge verschwinden zu lassen. Im Vergleich zu LCos und DLP Geräten sind dies 90 Prozent. Wenn man also nah am Bild sitzen möchte oder muss, ist der LCD-Projektor ein schlechter Kandidat im Vergleich zu DLP. Allerdings hat Panasonic mit ihrer hauseigenen „Smooth Screen“-Technologie die LCD Pixel aufgeweicht und die schwarzen Stege verkleinert. Die Schärfe des Bildes wird dadurch nur kaum gemindert.

Nutzung des Gerätes

Egal ob der Beamer viel oder wenig genutzt wird, die Lampe wird irgendwann aus gehen. Die Kosten einer neuen Lampe sind sehr variabel. In der Praxis leuchtet eine Projektor-Lampe im Schnitt 1500-6000 Stunden. Allerdings bevor die Lampe ausgeht ist schon zu erkennen, dass das Bild an Helligkeit und Kontrast verliert. Man kann zwar den Eco-Modus anschalten, welche die Lebensdauer einer Lampe verlängert, aber muss dann ein dunkleres Bild einplanen.

Es sollte also vor dem Beamerkauf über die Lebensdauer und der damit verbunden Neukosten einer neuen Lampe informiert werden.