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Heimkino 3:2 Pulldown

3:2 Pulldown Erklärung

Die meisten Probleme, die mit 3:2 Pulldown zusammenhängen, wurden mit den neuen HD-Standards behoben. Trotzdem sind viele Kunden noch an 3:2 Pulldown interessiert, der Prozess der Filme zu Videos konvertiert. Hört sich leicht an, ist aber sehr kompliziert.


Hier sind ein paar Fragen, die wir in der Vergangenheit beantwortet haben:



Warum brauchen wir 3:2 Pulldown?

Für den Anfang, lassen Sie uns erklären, warum der 3:2 Pulldown-Prozess notwendig ist. Wenn Sie jemals Filmrollen gesehen haben, dann wissen Sie, dass diese nicht mehr sind als Standbilder, die durch eine Spule zum Laufen gebracht werden und so der Anschein erweckt wird, dass es eine flüssige Bewegung ist. Im Kino besteht tatsächlich jede Sekunde aus 24 Standbildern (oder Frames).

Während Filme mit 24 Frames pro Sekunde (fps – frames per second) laufen, haben NTSC-Fernsehsignale (oder Video) eine Rate von 30 fps. Fernseher unterscheiden sich auch noch in einer anderen Art und Weise von Filmrollen. Film-Projektoren projizieren das gesamte Bild auf einmal, während Fernseher das Bild, mit ihren 525 Auflösungslinien, auf die Vorderseite, bestehend aus grauem Phosphormaterial, malen oder brennen. Allerdings können Fernseher nicht alle 525 Linien auf einmal ohne bemerkbares Flimmern anzeigen. Dafür wurde ein System erschaffen, welches das Flimmern behebt, indem es nur die Hälfte pro halbe Sekunde zeigt. Ungeraden Zeilen (1 bis 525) sind in einem Feld, gefolgt von den geraden Zeilen (2-524), die in einem zweiten Feld sind. Also haben Sie 30 Bilder pro Sekunde oder 60 Halbbilder pro Sekunde. Dieses System nennt sich Interlacing, das Bild unten zeigt es.

3:2 Pulldown Ablauf

Wenn Sie aufmerksam bis hier hin waren, sollten Sie vielleicht ein Problem bemerkt haben. Zuerst stehen sich 24 fps Film und 30b fps Video gegenüber, zweitens haben Videos zwei Felder pro Frame, während Filme keine Halbbilder haben. Das heißt wir können nicht ohne weiteres einen Film auf ein Video übertragen. Wenn wir die 24 fps einfach auf einem NSTC-Display anzeigen würden, wäre das, was wir sehen eine sehr ruckartige und beschleunigte Aktion, ähnlich wie bei einem alten „Keystone Cops“ Film.

Die ist kein neues Problem, das Problem besteht seitdem wir, vor Jahren, angefangen haben Filme zu Videos zu konvertieren. Wir haben sogar einen Namen für diese Prozess, er nennt sich „telecine“ oder 3:2 Pulldown.



Was ist 3:2 Pulldown?

Wie erweitern Sie 24 fps Film auf ein 30 fps Video? Sie improvisieren. Hauptsächlich strecken wir vier Filmbänder in zehn Videofelder. Selbst wenn wir die Filmbänder verdoppeln würden, hätten wir am Ende immer noch nur acht Felder. So müssen wir zwei brandneue Videofelder kreieren. Um eine flüssige Bewegung darzustellen, werden zwei Filmbänder benutz, um ein neues Videofeld zu machen.

Wenn Sie Standard NTSC Fernsehen gucken, wie die meisten, ist es das, was Sie sehen. Es kann vorkommen, dass Sie mal eine Linie, ein Flimmern oder ein Flackern hier und dort sehen, aber im Ganzen ist es ein akzeptables Bild. Wir sind sehr einfallsreich, wir haben Anzeigegeräte, wie Projektoren, die nur noch bessere Bilder projizieren können. Diese Geräte sind nicht interlaced, sondern eher wie ein Film, sie sind nämlich progressive.



Warum 3:2 Pulldown umkehren?

Den Prozess umkehren? Scherze ich? Leider nein. Es gibt ein paar DVDs, die als progressive scan erscheinen anstatt als interlaced, aber davon gibt es nicht viele. Wenn Sie berücksichtigen, dass die Mehrheit der Menschen DVDs auf NTSC Fernsehern gucken und nicht den Luxus besitzen, den Film auf einem riesen Bildschirm mit einem Frontprojektor zu gucken, macht das Sinn. Es ist okay darüber nachzudenken, wie besser die Welt wäre, wenn wir alle große progressive scan Bilder von einem Projektor zu Hause sehen könnten, aber das löst nicht unsere Probleme. Was die Lösung für dieses Problem ist, heißt umgekehrter 3:2 Pulldown oder De-Interlacing. „Reverse 3:2 Pulldown“, ist der Prozess vom Finden des original Films. Es wäre einfacher das original Bild zu finden, wenn die Frames nicht interlaced wären. Doch wie bereits erwähnt, kombinieren wir neue Frames, welche interlaced sind, mit zwei verschiedenen non-interlaced frames. Das einfache Abspielen jedes Videoframes würde zu „jaggies“ und anderen Problemen führen.

Glücklicherweise gibt es neue progressive scan DVD-Player mit eingebauter de-interlacing Funktion. Grundsätzlich benutzt der DVD-Player einen MPEG-Decoder, der weiß welche frame Bilder erzeugt werden und führt diese für Sie, ohne Verzerrung, zusammen. Manche DVD-Player machen das besser als andere. Für viele von uns ist das Bild besser, als das von NTSC, kleine Probleme spielen dabei keine Rolle. Manche Leute denken, dass ein einfacher „Line-Doubler“ das Problem lösen wird. Ohne den reverse 3:2 Pulldown-Prozess, wird ein Projektor mit einem internen Line-Doubler versuchen frames zu verdoppeln oder zu de-interlacen, die inkonsistent sind. Das was Sie sehen würden, wäre ein Durcheinander von Artefakten und Artefakte sind nicht dafür da, Bilder zu erzeugen.

Es gibt eine einfache Antwort auf die Frage: „Wie bekomme ich das beste Bild für mein Geld?“ Holen Sie sich einen progressive scan DVD-Player mit einer 3:2 Pulldown Erkennung. Sie könnten natürlich auch Ihr Geld in einen reverse 3:2 Pulldown Projektor investieren, aber ein DVD-Player kostet Sie weniger und ist sogar effizienter, da die Konvertierung direkt an der Quelle stattfindet. Durch die Verwendung des Komponenten-Eingangs umgehen Sie die internen Schaltkreise des Projektors, und Sie erhalten ein progressives und filmähnliches Bild, in allen seinen nativen Helligkeitsstufen.



Was ist wenn ich keinen progressive scan DVD-Player besitze?

Wenn Sie nicht über einen progressive scan DVD-Player verfügen, spielt die reverse 3:2 Pulldown Information keine Rolle für Sie. Allerdings werden Sie im Glauben sein, dass die Verwendung Ihres Komponenten-Eingangs Ihnen das beste Bild liefert, das ist aber nicht unbedingt die Wahrheit. Wenn Sie Ihren interlaced DVD-Player mit dem Komponenten-Eingang verbinden, erwartet Ihr Projektor ein progressives oder de-interlaced Bild. Das heißt, dass Ihr Projektor das Bild nicht eigenständig de-interlacen wird. Das daraus resultierende Bild wird trotz „jaggies“ eine gute Qualität haben. Wenn Sie die „jaggies“ loswerden wollen, sollten Sie den S-Video-Eingang benutzen.



Ich möchte nur wissen, was ich kaufen muss!

Kurz und bündig, kaufen Sie einen progressiven scan DVD-Player mit guter 3:2 Pulldown Erkennung und nutzen Sie den Komponenten-Eingang Ihres Projektors. Diese Kombination ermöglicht Ihnen das beste Bild, für den niedrigsten Preis. Es gibt Projektoren die 3:2 Pulldown anbieten und es werden in Kürze noch mehr folgen. Zusammengefasst ist die billigste Variante, sich einen progressiven scan DVD-Player zu kaufen.

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