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In unsere neuen Büroräume in Köln sind wir gerade erst umgezogen. Am Ende eines Flurs, gegenüber dem Haupteingang, lag dort eine Wand, die zunächst ungenutzt blieb. Der Grund: Sie ist mit 1,39 m Breite schmal, dafür mit 2,52 m ordentlich hoch. Für ein großes Display im gewohnten Querformat ist das zu schmal.
Dabei sind solche Flächen wertvoll: Wer den Flur betritt, blickt vom Eingang direkt auf diese Wand am anderen Ende. Schmale, gut einsehbare Zuschnitte wie diesen gibt es in vielen Gebäuden, etwa in Empfang, Büroflur, Showroom, Filiale oder Wartebereich. Ein kleines Querformat-Display hätte zwar hineingepasst, aber die hohe, prominente Fläche zum Großteil verschenkt – und über die Länge eines Flurs wäre kaum zu erkennen gewesen, was darauf läuft. Wir wollten stattdessen Präsenz zeigen und die ganze Wand nutzen: Eine große Displayfläche bleibt auch aus der Distanz gut lesbar.
Die Lösung war, ein großes Display nicht quer, sondern hochkant zu montieren, im Fachjargon Portrait-Montage, der senkrecht gedrehte Einbau. Denn für die Wandfläche zählen die tatsächlichen Gehäusemaße, nicht die Bildfläche: Quer ist das eingesetzte 100-Zoll-Display (16:9) rund 2,23 m breit, im Hochformat nur noch rund 1,29 m. Damit füllt das Display die 1,39 m breite Wand bis auf wenige Zentimeter aus; in der Höhe stehen rund 2,23 m, bei 2,52 m Wandhöhe bleibt Reserve. So wird aus einer schmalen, ungenutzten Wand eine fast vollständig bespielte Anzeigefläche.
Das ist der Punkt, der über Erfolg oder Reklamation entscheidet – und den viele unterschätzen. Nicht jeder Bildschirm ist für den Hochkant-Betrieb freigegeben. Viele Consumer-TVs sind konstruktiv, thermisch und garantieseitig nur für den Querformat-Betrieb vorgesehen; hochkant gedreht kann sich die Hitze stauen, was Lebensdauer und Garantie gefährdet.
Ein professionelles Digital-Signage-Display ist dafür ausgelegt: Der Hersteller gibt sowohl Quer- als auch Hochformat ausdrücklich frei und legt das Gerät auf Dauerbetrieb aus – je nach Modell 16 Stunden an 7 Tagen oder rund um die Uhr. Wir haben für den Flur ein Hisense 100DM66E gewählt, ein 100-Zoll-Modell, das für das Hochformat und für den durchgehenden 24/7-Betrieb freigegeben ist, also die höchste dieser Stufen. Eine passende Größe für jede Wand findet sich in den Digital-Signage-Displays, die von rund 20 Zoll bis über 100 Zoll reichen.
Auch wenn unser Flur ein vergleichsweise einfacher Signage-Einsatz ist, lohnt der Blick auf die Ausstattung des Displays – denn genau die entscheidet, ob es für Ihren Einsatz taugt.
Das 100DM66E löst in 4K UHD auf und deckt mit 90 % DCI-P3 einen weiten Farbraum ab; eine 256-Zonen-Hintergrundsteuerung sorgt für sattes Schwarz und klare Kontraste. Mit 500 cd/m² und einem entspiegelten Anti-Glare-Panel bleibt das Bild in Innenräumen auch bei Tageslicht gut ablesbar – für ein Schaufenster in direkter Sonne wäre ein deutlich helleres Modell nötig, im Flur ist die Helligkeit mehr als ausreichend.
Praktisch im Alltag: Das Display bringt mit Android 11 einen eigenen Mediaplayer mit, ein externer Zuspieler ist für Standard-Inhalte nicht nötig. Inhalte lassen sich zudem kabellos vom Notebook oder Tablet spiegeln – etwa, um schnell eine Präsentation auf die Fläche zu bringen. Die kabellose Übertragung läuft in Full HD; für echte 4K-Inhalte nutzt man die Kabelzuspielung. Wer mehrere Displays betreibt, steuert Inhalte zentral über die optionale Cloud-Software VisionInfo, statt an jedes Gerät einzeln zu gehen.
Bevor auch nur ein Loch gebohrt wird, muss die Wand vorbereitet werden. Die erste Hürde in unserem Fall: Steckdose, Abdeckrahmen und Kabelkanal saßen im unteren Wandbereich – das Display braucht den Anschluss aber oben, verdeckt hinter dem Gehäuse.
Das Versetzen von Steckdosen ist Elektroarbeit und darf nur durch qualifizierte Fachkräfte erfolgen. In unserem Fall wurde die vorhandene Stromführung entsprechend angepasst, sodass die Anschlüsse später verdeckt hinter dem Display liegen.
Anschließend wird die Wand vermessen: Von der exakten Mitte aus ermitteln und markieren die Monteure alle Bohrpunkte für die Halterung. Das Display soll später mittig und im Lot hängen – bei einem Gerät dieser Größe verzeiht die Wand keine grobe Schätzung.
Damit später hochauflösende Signale ankommen, war zusätzlich eine HDMI-Verkabelung nötig. Dafür haben die Monteure einen weiteren Zugang in die Decke gebohrt, zwei HDMI-Kabel hindurchgeführt und alles in einem neuen, bündig an die Decke gesetzten Kabelkanal zusammengefasst.
Ähnlich wie beim Display selbst genügt es auch bei der Halterung nicht, einfach ein Standardmodell um 90 Grad zu drehen. Hier geht es allerdings nicht um Wärme, sondern um die Konstruktion: Die meisten Standard-Wandhalterungen arbeiten mit einer Einhängemechanik. Das Display wird von oben in die Wandschiene eingehängt und durch sein Eigengewicht sicher in Position gehalten. Dreht man den Aufbau ins Hochformat, zieht dieses Gewicht nicht mehr nach unten in die Schiene, sondern zur Seite, und der sichere Halt geht verloren. Eine Portrait-Wandhalterung ist konstruktiv genau darauf ausgelegt.
Dazu kommt der am häufigsten übersehene Punkt: das VESA-Lochbild, das genormte Schraubmuster auf der Geräterückseite. Das 100DM66E hat je nach Ausrichtung ein anderes Muster: quer 600 × 600 mm, hochkant 600 × 1.000 mm. Wer hier die falsche Halterung bestellt, bekommt das 59-Kilo-Display nicht sauber befestigt, weil die Schraubpunkte von Halterung und Gerät nicht zusammenpassen.
Für unsere Installation kam die B-Tech BT9923 aus der System-X-Reihe zum Einsatz, eine Schwerlast-Wandhalterung, die speziell für großformatige Displays im Hochformat ausgelegt ist und Lasten bis 200 kg trägt, also ein Vielfaches des Display-Gewichts. Sie kombiniert ein Dual-Rail-Trägersystem mit horizontalen Montageschienen und zwei vertikalen VESA-Adaptern, die direkt am Display sitzen. Beim Trockentest an der Displayrückseite zeigte sich, dass die ideale Position der Montageschiene nicht exakt mit der geometrischen Wandmitte zusammenfiel. Deshalb haben wir sie bewusst ein Stück nach oben versetzt; an der Tragfähigkeit ändert das nichts, und die Bildmitte bleibt auf angenehmer Blickhöhe.
Die passende Halterung samt Beratung zur Ausrichtung erhalten Sie bei uns direkt zum Display; einen Überblick geben die Display-Wandhalterungen.
Jetzt kommt der Moment, für den es sich lohnt, zu zweit und erfahren zu sein. Das Display wiegt rund 59 Kilogramm. Vorsichtig richten die Monteure es auf und setzen es zum Transport auf ein Rollbrett; die Unterseite bleibt dabei durch die Styropor-Abdeckung aus der Verpackung geschützt. So schieben sie es über den Flur an die Montagestelle.
Das Aufsetzen auf die Wandschiene ist der heikelste Schritt: Wegen der Displaybreite arbeiten die beiden weitgehend nach Gefühl und mit Sichtkontrolle über den zweiten Mann – Routine für ein eingespieltes Team, aber nichts, was man allein oder nebenbei macht. Die Kabel verschwinden dabei unauffällig im neuen Kabelkanal, die Steckdosen sitzen verdeckt zwischen Display und Wand.
Schon beim Betreten des Flurs zieht die Fläche den Blick auf sich: Das 100-Zoll-Display füllt die zuvor ungenutzte Wand im Hochformat nahezu vollständig aus, und die Inhalte sind über die ganze Länge des Gangs klar zu erkennen. Aus einer Fläche, die lange niemand auf dem Schirm hatte, ist der erste Blickfang des Hauses geworden.
Wenn Sie eine ähnliche Installation planen, klären Sie diese Punkte vorab – sie entscheiden über einen reibungslosen Einbau:
Nein. Nur Geräte, die der Hersteller ausdrücklich für den Hochformat-Betrieb freigibt, sind dafür ausgelegt. Bei normalen Fernsehern kann sich hochkant die Wärme stauen – das kostet Lebensdauer und Garantie. Professionelle Digital-Signage-Displays sind für beide Ausrichtungen und für den Dauerbetrieb konzipiert.
Eine ausdrücklich für die Portrait-Montage ausgelegte Wandhalterung. Entscheidend sind die Traglast, das passende VESA-Lochbild in der gewählten Ausrichtung (es unterscheidet sich beim selben Gerät oft vom Querformat) und eine Sicherungsmechanik, die das Display auch gedreht sicher hält. Große Displays wählt man nicht nach Diagonale, sondern nach Gewicht, Lochbild und Montageart. Passende Modelle finden Sie unter Display-Wandhalterungen.
Weniger die Diagonale als Gewicht, Breite und Raumsituation entscheiden. Ein 100-Zoll-Gerät mit rund 59 kg und über 2,2 m Kantenlänge ist immer eine Zwei-Personen-Aufgabe mit geeigneter Technik – und die sichere Wandbefestigung gehört in fachkundige Hände.
Ja. Für die beste Wirkung sollten Bilder, Videos und Layouts im Hochformat angelegt sein. Querformat-Inhalte lassen sich zwar darstellen, verschenken aber Fläche oder erscheinen mit schwarzen Balken.
Für ganz besondere Wandformen, etwa quadratische oder ungewöhnlich breite Flächen, geht es noch exklusiver: LED-Wände lassen sich aus einzelnen Panels frei zusammensetzen und nahezu beliebig an Größe und Seitenformat anpassen. Das ist die maßgeschneiderte Lösung für Flächen, die kein Standarddisplay abdeckt.
Ob schmale Wand, Hochformat oder ganze Displaywand: Unser Team plant und installiert professionelle Digital-Signage-Lösungen von der Auswahl des passenden Displays bis zur fachgerechten Montage. Einen Überblick über die Geräte gibt die Kategorie Displays, Zubehör für die kabellose Zuspielung finden Sie unter kabellose Präsentation. Rufen Sie uns an unter 0221 – 719981 – 0, schreiben Sie an vertrieb@projektor.ag oder nutzen Sie unser Kontaktformular.